Grußwort der Kongresspräsidenten
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Prof. Dr. Walter Kachel | Dr. Thomas Schaible |
Sehr geehrte Schwestern und Pfleger,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
dass wir nach 17 Jahren nun zum 2. Mal die Jahrestagung der GNPI in Mannheim ausrichten dürfen, erfüllt uns mit großer Freude.
Wenn man sich im Rahmen der Kongressvorbereitung nach einem so langen Zeitintervall wieder intensiv und in aller Breite mit dem wissenschaftlichen und klinischen Fortschritt und der aktuellen berufspolitischen Situation unseres Fachgebiets befasst und sich fragt, was sich geändert hat, fällt uns vielleicht folgendes auf:
Die Neonatologie, die ja eigentlich ein großes klinisches Querschnittsfach ist, konzentriert sich vielleicht zu stark auf die Behandlung und Pflege kleinster Frühgeborener - sicher eine Disziplin, die auch beherrscht werden sollte, der aber weder epidemiologisch noch ökonomisch diese zentrale Rolle zukommt.
Wesentlich wichtiger ist es wahrscheinlich sich intensiv mit der großen Gruppe der "late preterm infants" zu befassen, Infektionen zu vermeiden und besser behandeln zu können und unsere Fertigkeiten bei der Diagnostik und Behandlung angeborener Missbildungen zu verbessern. Leider hat sich auch die Zahl der Asphyxien im Laufe der Jahre kaum geändert. Wenn es auch klare Fortschritte bei ihrer Behandlung gibt, so ist doch die Vermeidung die wichtigste Strategie. Hier ist natürlich eine enge Kooperation mit den Geburtshelfern gefragt, die wir auch im Rahmen dieser Jahrestagung gesucht haben.
Schließlich empfinden wir es zunehmende als Notwendigkeit, dass sich Neonatologen wieder mehr mit pädiatrischer Intensivmedizin auseinandersetzen und sie auch beherrschen. Die zurückgehende Geburtenzahl der nächsten Jahre wird eine zunehmende Zahl von interdisziplinär ausgerichteten Intensivstationen in unseren Kinderkliniken mit sich bringen. Nur so wird sich unter Beachtung ökonomischer Zwängen die intensivmedizinische Spezialisierung in der Pädiatrie in der Fläche erhalten lassen.
Bei der Gestaltung unseres Programms haben wir deshalb auf alte Traditionen der GNPI gesetzt:
Zum einen haben wir der pädiatrischen Intensivmedizin einen wichtigen Stellenwert eingeräumt. Zum Zweiten war die Miteinbeziehung der Pflege ein wichtiges Anliegen für uns. Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin kann nur gelingen, wenn Ärzte und Pflege an einem Strang ziehen und wenn auch auf der pflegerischen Seite verstanden wird, warum der jeweilige therapeutische Weg eingeschlagen wird. Die starke Beteiligung der Pflege am GNPI-Kongress ist eine Besonderheit auch im Vergleich mit vielen internationalen Kongressveranstaltungen. Wir sollten diese Tradition hoch halten und weiter fördern.
Durch die rege Beteiligung der Industrie können innovative Neuerungen in Lunchsymposien und Workshops kennengelernt und vertieft werden.
Der Rosengarten, im Zentrum von Mannheim, gilt als einer der idealsten Tagungsorte in Deutschland. Er ist optimal verkehrtechnisch angebunden. Auch in den Pausen haben Sie nur einen kurzen Weg in die sich anschließende Mannheimer Innenstadt, in der zeitgleich auch noch das Mannheimer Stadtfest stattfindet. Die Kurpfalz oder modern ausgedrückt die Metropolenregion Rhein-Neckar hat auch kulturell einiges zu bieten. Beispielhaft ist das neu renovierte Barockschloss zu erwähnen. Insbesondere im Frühjahr sind auch die Pfalz, die Bergstraße und der Odenwald beliebte Ausflugsziele in unserer Region.
Unser Gesellschaftsabend findet diesmal im "Bootshaus" am Neckar statt. Hier wollen wir den Abend so gestalten, dass sich auch unsere jungen Kollegen dort treffen und wohlfühlen, sowie in angenehmer Atmosphäre gute Begegnungen und Gespräche stattfinden können.
Wir freuen uns darauf, Sie am 26. Mai in Mannheim begrüßen zu dürfen.
Dr. Thomas Schaible
Prof. Dr. Walter Kachel














































